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Die Geschichte des verbotenen Tanzes
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Die Geschichte beginnt in der matriarchalen Gesellschaft wo er
aus rituellem Fruchtbarkeitstanz oder Tempeltanz hervorging.
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In der späteren Geschichte entdecken wir ihn wieder bei Sklavinnen
an Marktplätzen, Haremsdamen oder Zigeunerinnen (Ghawwazis)
die ihn tanzten.
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Auf die Bühne kam er aber erst 1920 in Kairo (Casino Opera).
Zu den traditionellen Hüftbewegungen kamen nun auch raumgreifen-
dere Schrittfolgen sowie verschiedenste Bewegungen mit Armen,
Händen, Schultern und Kopf dazu. In den 30er und 40er Jahren
erreichte der Tanz dadurch einen so hohen Stellenwert, dass man
bis heute vom "goldenen Zeitalter des orientalischen Tanzes" spricht.
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Der orientalische Tanz gehörte bis vor kurzem untrennbar zu vielen
Feierlichkeiten und Festen der arabischen Welt und in der Türkei.
Handelt es sich um eine wohlhabende Familie, wird zur Hochzeit
oder Beschneidung eine bekannte Startänzerin engagiert, verfügt
man nicht über das entsprechende Kleingeld, tanzt man eben selbst.
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Anfang der 60er Jahre, bevor "Belly Dance-Studios" in den USA
eröffnet wurden - teils von westlichen Tänzerin, die im Orient mit
diesem Tanz in Berührung gekommen waren, sowie teils von arabisch-
stämmigen Einwanderern, die die Gunst der Stunde erkannten und
diese nutzen wollten. Der Bellydance-Boom breitete sich in der Folgezeit
unaufhörlich aus. Bauchtanzen war nicht nur etwas absolut Neues und
Exotisches, sondern auch "in" und wurde als das Mittel gepriesen, den
Mann zu interessieren und zu halten. Betrachtet man Titel dieser Zeit
wie "The very sexy exercise" und "Make your husband a sultan", wird
deutlich, wieso es sich beim orientalische Tanz um einen der am
häufigsten missverstandenen Tanzformen handelte und weshalb sich
einige Vorurteile über Bauchtanz als "Anmache" und "getanzter Sex"
bis heute hartnäckig gehalten haben.
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Heute wird er im Mittleren Osten immer öfter als Schande bezeichnet.
Verbote wurden erteilt, wie z.B. in Ägypten, dort darf die Tänzerin nur
mit bedeckten Bauch auftreten, der Kulturminister der palästinensischen
Autonomiegebiete soll 2006 angedeutet haben, dass er plant den
Bauchtanz ganz zu verbieten.
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Er fand aber wieder seinen Weg und verbreitete sich pandemieartig auf
der ganzen Welt. In Europa , USA, Brasilien und Russland gibt es zahlreiche
Tanzstudios, Wettbewerbe, Festivals und Shows.
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Bauchtanz und seine Wirkung auf Körper und Seele
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Alles was mit Weiblichkeit zu tun hat kann mit Bauchtanz ausgedrückt
werden. Seine Gefühlsskala ist unendlich. Grundsätzlich handelt es sich
um Schönheit aber eher in übertragenem Sinn, über Harmonie, positive
Energie und über ein in uns lebenden Ideal. Es ist ein freier Tanz, der
die Persönlichkeit der Tänzerin spiegelt.
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Der Bauchtanz beruht auf der Bewegung innerer Muskulatur. Wie
andere östliche Bewegungskulturen bringt er auch seelisch-körperliche
Harmonie und lehrt Disziplin.
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Er stärkt die Rückenmuskulatur, Bauchmuskulatur, die Gebärmutter
und den Beckenboden. Er hält in Kondition, ohne große Anstrengungen,
macht die Wirbelsäule geschmeidig, was laut Yoga jung hält.
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Im Gegensatz zum Ballett, welches die Gelenke und die Knochen deformiert,
besteht der Bauchtanz aus natürlichen, gelenkschonenden Bewegungen.
Der Bauchtanz ist in jedem Alter und unabhängig vom Gewicht erlernbar.
Er ist Yoga in Bewegung. Dieser Tanz befreit und entlastet uns in unserer
westlich geprägter Welt. Er erspart den Sexualpsychologen, den viele
Frauen nach langjähriger Ehe und stark beschädigten Selbstwertgefühl
benötigen würden.